Zum 50. Mal treffen sich Vertreterinnen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Medien im Januar 2020 am World Economic Forum (WEF) in Davos und beanspruchen für sich, die Welt verbessern zu wollen.

Wir stellen aber fest: Die Klimakatastrophe ist massgeblich von den weltweit 1‘000 grössten Unternehmen verursacht, die Mitglied beim WEF sind. Diejenigen, die in der Limousine oder im Helikopter nach Davos reisen, haben versagt. Uns ist es mit der Forderung nach Klimagerechtigkeit aber ernst, deshalb schnüren wir die Wanderschuhe und kommen zu Fuss nach Davos. Mit den weltweiten Klimastreiks hat die Umweltbewegung eine neue Breite und Kraft gewonnen. Als Teil der Kampagne „by 2020 we rise up“ soll das Jahr 2020 dazu genutzt werden, den dringend notwendigen Wandel herbeizuführen, damit zukünftige Generationen von Mensch und Tier einen lebenswerten Planeten vorfinden – die Winterwanderung ist Teil dieser internationalen Klimabewegung.

Die wirtschaftlich mächtigsten Menschen versammeln sich in Davos und bestimmen, was auf der Welt läuft. Das Klima und die sozialen Komponenten waren ihnen bisher egal. Ihr Konzept von Wirtschaft, ihre hohen Profite beruhen auf Ausbeutung von der Umwelt, von Menschen und Tieren. Sie sind direkt und indirekt verantwortlich für Kriege, Flucht und Hunger. Wir wandern nach Davos, um sichtbar zu machen, was uns wichtig ist. Wir wollen Druck von unten aufbauen, um eine politische Veränderung zu erwirken und setzen nicht auf den Dialog mit den Teilnehmerinnen vom WEF, denn wir stellen fest:

• Der Klimawandel hat gravierende Auswirkungen in ökologischen, sozialen und
ökonomischen Bereichen.

• Es ist Zeit, dass die Wirtschaftsbosse abtreten, denn sie vertreten
ausschliesslich ihre eigenen Interessen.

• Jene Firmen, welche am WEF vertreten sind, haben in dieser Form keinen
Platz mehr, denn sie zerstören die Lebensgrundlage von uns allen.

• Es ist höchste Zeit, dass gehandelt wird. Es braucht mutige politische
Entscheide, die die Wirtschaft zu Klimaschutzmassnahmen zwingen, damit
mindestens die Ziele des Pariser Abkommens erreicht werden können.

◦ keine klimaschädlichen Investitionen, keine Profite mit
klimaschädlichen wirtschaftlichen Aktivitäten, hin zu einer
Demokratisierung der Wirtschaft.

◦ Es gibt kein Wachstum ohne Ende! – „System Change not Climate Change!“

Zur Winterwanderung: Wir wandern in drei Tagen von Landquart über Schiers und
Klosters nach Davos. Ziel ist es, am Eröffnungstag vom WEF, am 21. Januar 2020,
in Davos anzukommen.

Der erste Tag soll FAST allen zugänglich sein: unabhängig von Alter, ohne
riesige körperliche Fitness. Ab dem zweiten Tag wird es körperlich anstrengender
und es braucht gute Kleidung und einen für Minustemperaturen geeigenten
Schlafsack.
Wir freuen uns, wenn weitere Menschen unterwegs hinzustossen, sei es in Schiers,
Klosters oder bei der Ankunft in Davos!

Davos ist überall…
Protest und Widerstand gegen die Politik der Globalisierung, gegen die Ignoranz
der Mächtigen gegenüber der Klimakatastrophe darf sich nicht auf diese
Gipfeltreffen beschränken. Sie können dort genau so stattfinden wie überall auf
der Welt. Die Mitglieder des WEF betreiben ihre Politik tagtäglich von ihren
Firmensitzen aus – Um die Klimakrise zu stoppen ist Protest, Widerstand und das
Aufbauen von Alternativen zu jeder Jahreszeit an jedem Ort dieser Welt wichtig
und nötig.

World Economic Failure!
The World Economy Failed to save the climate
The World Economy Failed to care for the planet
The World Economy Failed to deliver climate justice
The World Economy Failed to secure our future
The World Economy Failed to maintain our livelihoods
The World Economy Failed to solve the Climate Crisis