Nach Davos wandern braucht keine Bewilligung

Nach Davos wandern braucht keine Bewilligung

Unser Gesuch für die Wanderung für Klimagerechtigkeit auf der Kantonsstrasse wurde für die ersten zwei Tage bewilligt. Für den dritten Tag gewichteten die Behörden das Anliegen der Winterwanderung für Klimagerechtigkeit weniger hoch als die Anreise der WEF-Teilnehmenden mit motorisiertem Individualverkehr. Wir nehmen dies enttäuscht zur Kenntnis.

Wir wollen noch einmal festhalten: Wir werden auch am WEF-Eröffnungstag unsere Wanderung nach Davos fortsetzen und lassen uns nicht aufhalten. Die Winterwanderung für Klimagerechtigkeit dauert wie geplant drei Tage und wird am 21. Januar in Davos ankommen. In Davos werden wir uns um 15 Uhr der Demo der JUSO auf dem Rathausplatz anschliessen. Am 21.1. werden wir für Aktivist*innen, die bereits früher in Davos sind, auf dem Rathausplatz ab 13 Uhr Verpflegung gegen Kollekte offerieren.

Treffpunkt für den dritten Tag bleibt bestehen

Wir treffen uns wie geplant am Dienstag, 21.1. um 10 Uhr in Klosters Platz. Von dort aus werden wir auf verschiedenen Wegen nach Davos gelangen, die keiner Bewilligungspflicht unterliegen. Denkbar sind etwa Wanderwege, deren Benützung keinen «gesteigerten Gemeingebrauch» darstellt. Wir sind der Überzeugung, dass es möglich sein muss, unseren legitimen und breiten Protest zu Fuss nach Davos zu tragen.

Die von den Behörden gesetzte Obergrenze von 300 Kundgebungsteilnehmenden in Davos ist absurd und nicht realistisch. Wir verkaufen weder Theaterplätze, noch laden wir zu einer Hochzeit ein. Wenn 3000 WEF-Teilnehmende mit ihrem Tross und Tausende von Polizei- und Sicherheitskräften Davos in Beschlag nehmen, muss Protest erlaubt sein, und zwar von allen, die dem elitären Treffen in Davos eine Antwort von unten entgegensetzen wollen, und sich nicht mehr länger mit leeren Versprechungen und schönen Worten abspeisen lassen.

Nach Davos wandern braucht keine Bewilligung